Archiv für die Kategorie ‘ALLGEMEIN’

Förderschule soll in Eslohe bleiben

Freitag, 04. Mai 2012

Die Kardinal-von-Galen-Schule soll in Eslohe bleiben. Dies fordert eine Resolution, die heute vom Hauptausschuss und kommenden Donnerstag vom Gemeinderat verabschiedet werden soll.

Der Hochsauerlandkreis als Kostenträger (Betreiber ist die Caritas in Meschede) prüft derzeit, wie teuer notwendige An- und Umbauten an dem Gebäude am Ortseingang von Eslohe wären. Gleichzeitig wird alternativ aber auch ein Umzug nach Meschede geprüft: Dort könnte die Stadt Meschede das Gebäude ihrer jetzigen Franz-Stahlmecke-Schule zur Verfügung stellen. Diese Hauptschule wird bekanntlich zum Schuljahr 2013/14 aufgelöst.

Die Größe und Zuschnitt der Räume in der ehemaligen Landwirtschaftsschule entsprechen aber nicht mehr den heutigen Bedingungen: Es fehlen vor allem Räume für gemeinsame Aktivitäten mehrerer Klassen und der Schulgemeinschaft sowie eine Sporthalle.

„Die Von-Galen-Schule gehört nach Eslohe und sollte auch hier verbleiben“, betont Bürgermeister Stephan Kersting in seinem Resolutionsentwurf. „Nachdrücklich“ solle sich die Gemeinde für den Erhalt einsetzen: Caritas und Kreis werden gebeten, die erforderlichen An- und Umbauten am vorhandenen Gebäude in Eslohe vorzunehmen.

Bislang können die Auswirkungen aus der Inklusions-Diskussion (also der geplanten gemeinsamen Beschulung von Schülern mit und ohne Behinderung) auf die Von-Galen-Schule noch nicht konkret prognostiziert werden. Sicher ist, dass aufgrund der demografischen Entwicklung auch die Schülerzahl hier zurückgehen wird.

Dies ändert nach Ansicht der Gemeinde aber nichts am Raumbedarf der Schule: Deshalb möchte der Rat jetzt eine Standortentscheidung. Und dafür sprechen aus Esloher Sicht viele Gründe für den Verbleib am Ort: Würde die Schule nach Meschede umziehen, dann verzichte der Kreis auf die Nutzung seines kreiseigenen Gebäudes in Eslohe; es würden Mieteinnahmen fehlen, wenn die Schule in Eslohe leer stünde. Die Gemeinde werde weiter ihr Esselbad, die beiden Sporthallen und die Aula im Schulzentrum für die Kardinal-von-Galen-Schule zur Verfügung stellen. Die bereits bestehende Kooperation mit Grund-, Haupt- und Realschule sowie der Sprach-Förderschule könne verstärkt werden. Die Galen-Schüler seien bestens integriert, Eslohe auch so überschaubar, dass sie ihr tägliches Leben hier möglichst selbstständig gestalten könnten.

Und auch eine politische Botschaft schicken die Esloher nach Meschede: Es sei langjähriger Konsens, dass im Hochsauerlandkreis Einrichtungen nicht nur zentral, sondern auch in der Fläche vorgehalten werden: „Diese Ausrichtung fördert die Akzeptanz in der Fläche.“

Text: Jürgen Kortmann

erschienen in der WP am 03.05.2012

Bufdi: Kein Job sondern eine Ehrensache

Donnerstag, 22. März 2012

Sie sind „Mädchen für alles“ im Elisabeth-Seniorenheim und unterstützen Hausmeister Michael Zeh. Ein Gewinn für beide Seiten: Olaf Hoblik und Hubert Holterhöfer sind zwei von fünf Bundesfreiwilligendienstlern an der Steinstraße. Dabei verlief der Anfang des neuen Angebots ausgesprochen zäh.

Der Zivildienst lief aus und die Bundesregierung wollte mit dem neuen Bundesfreiwilligendienst, der altersunabhängig sein sollte, diese Lücke schließen. Doch nichts geschah. „Es gab mehrere Aufrufe“, erinnert sich Ingrid Schulte, Leiterin des Seniorenheims, „aber keine Nachfragen.“ Bis sich dann zum 1. September Hubert Holterhöfer und Olaf Hoblik meldeten.

Später kamen noch drei weitere Bufdis hinzu“, freut sich Ingrid Schulte: ein Frührentner, ein junger Mann, der vor der Berufsausbildung steht und eine Frau, die nach der Familienphase den Wiedereinstieg in den Beruf sucht.

„Es ist besonders schön, dass wir so viele Männer haben“, freut sich Ingrid Schulte. Denn männliches Personal ist traditionell in Altenheimen Mangelware.

Bundesfreiwilligendienstler können, wenn sie älter als 26 Jahre sind, auch Teilzeit arbeiten. Davon macht zum Beispiel Olaf Hoblik Gebrauch. Aus gesundheitlichen Gründen findet der 55-jährige Schlosser keinen Job mehr auf dem ersten Arbeitsmarkt. „Ich habe schon richtig darauf gewartet, dass es endlich losgeht“, sagt er, froh eine Aufgabe für sich gefunden zu haben.

Auch Hubert Holterhöfer hat keine Chance auf einen anderen Job. Der 56-Jährige hat schon an vielen Stellen gearbeitet, auch ein Steinbruch und ein Sägewerk waren darunter. Er arbeitet Vollzeit. Täglich gehen die beiden nun Hausmeister Michael Zeh zur Hand, schrauben hier und ordnen da, bringen den Senioren Getränke und haben immer Zeit für ein Schwätzchen. „Davon profitieren unsere Bewohner natürlich auch“, freut sich Ingrid Schulte.

Auch für Michael Zeh ist die Arbeit mit den beiden sehr angenehm. „Da musste ich nicht mehr viel erklären“, sagt der Hausmeister. Bei den Zivis habe man zum Teil schon gemerkt, dass die direkt von „Mutters Rockzipfel“ kamen. Mit den gestandenen Männern sei die Arbeit einfacher.

Eins gilt natürlich trotzdem: Mit alten, zum Teil verwirrten oder sterbenden Menschen müsse man schon umgehen können, betont Hauswirtschaftsleiter Klaus Gördes. „Nur so als Job darf man das nicht sehen.“

Das tun die beiden Bufdis aber auch nicht. Für sie ist ihr Job auch eine Ehrensache. Olaf Hoblik: „Wir unterstützen die Generation, die es am meisten verdient hat, dass man sich um sie kümmert. Die hat doch alles hier aufgebaut.“ Und Hubert Holterhöfer ergänzt: „Man bekommt ganz viel zurück.“

Dass der Job allerdings auch finanziell ein Ehrenamt ist, das ist für alle ein Wermutstropfen. 330 Euro gibt es maximal für eine Vollzeitstelle als Taschengeld inklusive Verpflegung und Fahrtkosten. Seit Januar darf der Bufdi 175 Euro davon als Zuverdienst behalten (vorher 60 Euro), falls er Hartz IV-Leistung bezieht.

„Das wäre schon schön, wenn die Bundesfreiwilligendienstler für ihr Engagement besser entlohnt würden“, wünscht sich denn auch Ingrid Schulte, die trotz allem auch die jungen FSJler nicht missen möchte. „Die bringen einen ganz anderen Schwung und eine Unbekümmertheit ins Haus. Aber unsere Bewohner öffnen sich den Älteren leichter.“

Text:  Ute Tolksdorf

erschienen in der Westfalenpost am 20. März 2012

Regenbogenlicht durchflutet die Kapelle des Seniorenzentrums St. Elisabeth

Montag, 19. März 2012

Pastor Robert Beule gab den Anstoß. Es war sein Herzenswunsch, dass die Kapelle des Elisabeth-Seniorenheims vom Regenbogen-Licht durchflutet wird. Diesen Wunsch hat die Kölner Künstlerin Anna Pauli für das Seniorenheim umgesetzt. Jetzt sind die neuen Fenster im Rahmen einer Andacht eingeweiht worden.

Es sind besondere Fenster aus mundgeblasenem Glas, die von Rot über Orange, Gelb, Grün, Blau, Violett und Rot die halbrunde Kapelle umgeben. „Es gibt nur noch eine Glashütte in ganz Deutschland, die Glashütte Lamberts in Waldsassen, die solche Gläser herstellt“, berichtet Anna Pauli.

Sie hat den Entwurf für die Fenster gemacht, Farben und Formen ausprobiert und im Anschluss die Zusammenstellung der Fenster in der Glaserei in Paderborn überwacht. „Es ist eine ziemliche Herausforderung, solche Entwürfe im Kopf entstehen zu lassen“, berichtet die Künstlerin, die unter anderem auch die Glasfassade der Dortmunder Reinoldi-Kirche gestaltet hat und das 30 Meter lange Glasbild in der Soester St.-Pauli Kirche. Das Kunstwerk trennt dort den Andachtsraum und den Aufbewahrungsraum für Urnen (Kolumbarium).

Schon Anna Paulis Vater, Franz Pauli, war als Glaskünstler in Meschede tätig. Er gestaltete die Verglasung im Sakramentsturm und in der Beichtkapelle der Benediktiner-Abtei. Außerdem entwarf er die Fenster in der katholischen Kirche in Dorlar.

Auch Anne Pauli hat früh die Nähe zu Meschede gesucht. „Ich habe mich nach dem Abitur bewusst für eine Lehre in einer attraktiven und sehr schönen Gegend entschieden“, sagt die 51-Jährige heute. Ihre Ausbildung zur Tischlerin machte sie bei Reinhard Deventer in Meschede. Beziehungen zum Sauerland gab es also schon früher – auch Freunde und familiäre Bindungen. Aber es war letztlich ein Zufall, der Künstlerin und Elisabeth-Seniorenheim während eines längeren Urlaubs der Kölnerin im Sauerland zusammenbrachte. „Eine nette Schicksalsfügung“, nennt sie es.

Insgesamt hat die Fenstergestaltung rund 36 000 Euro gekostet. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch Spenden. Unter anderem hatte Pastor Robert Beule anlässlich seines Geburtstages und des Priesterjubiläums um Spenden für die Fenster gebeten. Weitere Spenden sind willkommen unter Kontonummer: 21022 Sparkasse Meschede, BLZ 464 510 12, Stichwort: Kapellenfenster.

Text: Ute Tolksdorf

am 17.03.2012 erschienen in der WP

Wie lernt eigentlich das Gehirn? – Vortrag in der Arche

Dienstag, 13. März 2012

Was geht im Kopf unserer Kinder vor – wie lernt das Gehirn? Um Wechselwirkungen erster Lebenseindrücke, späteres Verhalten und die Vorlieben der Kinder besser verstehen zu können, laden die Mitarbeiter der Arche in Heinrichsthal am Freitag, 16. März um 19 Uhr zu einem Vortrag zum Thema „Gehirnentwicklung bei Kindern zwischen 0 und. 6 Jahren”, mit Andrea Donath, Montessoridozentin und Leiterin einer Kindertagesstätte in Coburg, ein. Donath schöpft in ihrer Arbeit am Kind aus den neuesten neurophysiologischen Erkenntnissen, setzt diese in die praktische Montessoripädagogik um und entwickelt dadurch optimale Voraussetzungen für die kindliche Gehirnentwicklung.
Die Mitarbeiter der Arche hoffen auf großes Interesse

Esloher Kardinal-von-Galen-Schule erhält Spende

Dienstag, 13. März 2012

Eine Spende in Höhe von 1020 Euro  konnte Schulleiter Michael Schäfer-Pieper von der Kardinal-von-Galen Schule, Förderschule Geistige Entwicklung, nun in Empfang nehmen.
Frank Schmidt, Daniel Weber, Dennis und Tobias Schröder aus Sundern-Meinkenbracht hatten vor einigen Jahren die Idee, in ihrem Heimatort einen Weihnachtsmarkt zu organisieren, dessen Erlös für einen guten Zweck verwendet werden sollte. Seit vier Jahren wird die Veranstaltung mit großem Erfolg durchgeführt. Der Erlös aus dem Jahr 2011 kam nun der Kardinal-von-Galen Schule zugute. Schäfer-Pieper bedankte sich und erklärte: „Wir werden einige Geräte für die Schulwerkstatt und  kleine Instrumente für den Musikunterricht davon anschaffen.“