Archiv für die Kategorie ‘BERATEN’

Erziehungsberatung Schmallenberg legt Jahresbericht vor

Freitag, 02. März 2012

Neues Angebot für Eltern von Säuglingen und Kleinkindern

Auch im Jahr 2011 ist die Beratungsstelle  der Caritas,  die eine Außenstelle  in Schmallenberg in der Oststraße unterhält, von sehr vielen Familien in Anspruch genommen worden.

Aus dem aktuellen Jahresbericht geht hervor, dass insgesamt 236 Schmallenberger Familien Hilfe und Unterstützung in unterschiedlichen Erziehungs-und Familienfragen gesucht und gefunden haben.

Ein neuer Schwerpunkt, den die Beratungsstelle im Berichtsjahr erstmalig angeboten hat, ist die Beratung von Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern.

Viele junge Eltern erleben die erste Zeit mit einem Säugling und die Bewältigung früher Entwicklungsunterstützung als  schwierig.

Chronische Unruhe, exzessives Schreien, Schlaf-, Fütter- und Gedeihstörungen  im Säuglingsalter und andere Belastungen, die unter dem Begriff Regulationsstörungen der frühen Kindheit zusammengefasst wurden, erschweren jungen Eltern häufig den Start in die Familienphase.

Es müssen nicht immer schwer wiegende und lang andauernde, schon verfestigte Probleme sein, die Eltern veranlassen, sich Hilfe zu suchen. Wenn frühzeitig  Unterstützung  angenommen wird, reicht oft schon die Hilfestellung einer erfahrenen Fachkraft, um  die notwendige Sicherheit und Gelassenheit im Umgang mit einem kleinen Kind wieder zu gewinnen

Eine Mitarbeiterin mit spezieller Ausbildung in der Beratung von Familien mit Säuglingen und Kleinkindern steht ratsuchenden Eltern  zur Verfügung.

Sehr viel Rat suchende Eltern älterer Kinder machen sich Sorgen um die Leistungsfähigkeit und die Schullaufbahn ihrer Kinder. Sie erleben Leistungsängste, auch Konzentrationsprobleme, Motivationsprobleme und Überforderung ihrer Kinder.

Andere Kinder klagen über psychosomatische Beschwerden, wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder Schulängste und zeigen damit, dass der schulische oder familiäre  Alltag sie doch sehr belastet.

Ein weiteres breites Feld von Problemen tut sich in Familien auf, die von Trennung und Scheidung der Eltern betroffen sind. Sowohl in der Trennungsphase als auch in der Neuorientierungsphase der Familien erleben sowohl Eltern als auch Kinder ein hohes Maß an Belastung und Verunsicherung.

In der Beratung geht es um die Frage der elterlichen Sorge nach einer Trennung, um Absprachen zwischen den Eltern, um angemessene Kontakte der Kinder zu beiden Elternteilen und um Auswirkungen der Trennung auf die Entwicklung der Kinder.

Häufig  benötigen die Kinder auch einen eigenen Ansprechpartner außerhalb der Familie, da Eltern oft selbst sehr verzweifelt sind und den Kindern nicht den notwendigen Halt und Rückhalt geben können, den sie brauchen.

Die Beratungsstelle ist im sozialen Netz der Stadt Schmallenberg fest verankert.  Es gibt eine intensive und gute Zusammenarbeit mit Kindergärten, Ärzten, Schulen und anderen Institutionen der Jugendhilfe, insbesondere dem Jugendamt.

Bewährt hat sich auch die Kooperation mit den Familienzentren im Stadtgebiet.

In allen  Familienzentren werden an festen Terminen Außensprechstunden abgehalten, so dass Rat suchende Eltern auch in ihren Familienzentren Kontakt zu einem Mitarbeiter der Beratungsstelle aufnehmen können.

Für die Ratsuchenden ist noch wichtig, dass alle Beratungen vertraulich behandelt  werden und das  für die Ratsuchenden keine Kosten entstehen, da die Beratungsstelle aus öffentlichen Mitteln und Mitteln des Caritasverbandes finanziert wird.

Interessenten erreichen die Beratungsstelle unter der Telefonnr. 02972/2288 oder per Email unter eb-schmallenberg@caritas-meschede.de.

Was Trennungs- und Scheidungskinder brauchen

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Wenn Eltern sich trennen, ist es für Kinder wichtig, dass die Eltern eine kindgerechte Beschreibung dafür finden, dass Mama und Papa  nicht mehr zusammen leben, aber weiterhin die Eltern der Kinder bleiben. In dieser Beschreibung sollten beide Eltern einbezogen sein. Kindern helfen möglichst konkrete Aussagen über den Ablauf der Trennung. So können sie sich besser darauf einstellen, was auf sie zukommt.

Eltern sollten ihrem Kind versichern, dass es keine Schuld trägt an der Trennung/Scheidung der Eltern. Dies ist für Kinder eine wichtige Entlastung, da sie sich oft mit verantwortlich fühlen dafür, dass es zur Trennung der Eltern gekommen ist.

Gerade in Bezug auf den Elternteil, bei denen die Eltern nicht dauerhaft leben (in der Regel der Vater) brauchen Kinder die Perspektive einer weiterhin verlässlichen Beziehung („Ich bleibe immer Dein Papa und werde mir Zeit nehmen für Dich/Euch. Wir werden weiter in Kontakt bleiben über Besuche, telefonieren, SMS,…“).

Trennung und Scheidung rufen nicht nur bei den sich trennenden Eltern, sondern auch bei den betroffenen Kindern heftige Gefühle, wie Trauer, Wut, Ängste,… aus. Kinder brauchen die Erlaubnis, dass solche Gefühle auch sein dürfen.

In der Zeit der Trennung fühlen die Eltern sich oft überfordert durch emotionale Konflikte, viele offene Fragen und neue Anforderungen, die sich aus der Trennung/ Scheidung ergeben. Eltern sind häufig  in dieser Situation so stark in Anspruch genommen, dass sie ihre Kinder weniger im Blick haben. Gerade in dieser schwierigen Zeit des familiären Umbruchs brauchen Kinder aber den Halt und die Sicherheit ihrer Eltern besonders dringend. Daher sollten Eltern sich bewusst Zeit nehmen für gemeinsame Unternehmungen oder Gespräche mit ihrem Kind.

Für Trennungs-Scheidungskinder ist es wichtig, von ihren Eltern die Erlaubnis zu erhalten, den jeweils anderen Elternteil auch liebhaben zu dürfen. Wenn sie über schöne Erlebnisse mit dem anderen Elternteil berichten, sollte man sie als positive Erlebnisse  stehen und gelten lassen und sie nicht abwerten.

Kinder können den Wechsel zwischen der Mama-Welt und der Papa-Welt besser verkraften und bewältigen, wenn die Übergabesituationen vor und nach  Besuchskontakten ohne Streit ablaufen.

In der Zeit des Umbruchs durch die Trennungs-Scheidungssituation ist es für die betroffenen Kinder gut, wenn es Bereiche gibt, in denen eine Kontinuität (z.B. durch gleichen Kindergarten, gleiche Schule, gleiche Freunde,…) weiterhin möglich ist.

Kinder brauchen in der Trennungs-Scheidungssituation manchmal auch Personen außerhalb der Familie, mit denen sie  sprechen können. Kinder sollten daher die Erlaubnis erhalten, sich Helfer (Oma, Opa, Tante, Freundin der Mutter,…) zu suchen.

Eltern sollten ihre Kinder nicht für Botschaften auf der Paarebene missbrauchen („Sag` Deiner Mutter mal, dass ….“). Kinder können hierdurch in schwere innere Loyalitätskonflikte zwischen ihren Eltern geraten. Eltern entlasten ihre Kinder erheblich, wenn sie Fragen, die sie als Paar oder Eltern betreffen, direkt miteinander zu klären versuchen, ohne ihre Kinder  einzubeziehen.

Sich trennende Eltern können durch die Art, wie sie die Bedürfnisse, Gefühle  und Nöte ihrer Kinder berücksichtigen,  viel dazu beitragen, dass ihre Kinder die Trennung ihrer Eltern besser und schneller bewältigen können.

Eltern, die sich Unterstützung in einer Trennungssituation wünschen, können sich an die Caritas-Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche, Steinstr.12, Meschede (Tel.: 0291/9021131) wenden.

Mit vereinten Kräften geht’s leichter!

Freitag, 14. Oktober 2011

Probleme meistern mit den Fachkräften der Familienberatungsstelle

In jeder Familie gibt es Probleme. Das ist völlig normal. Viele kann man alleine lösen. Manche aber auch nicht. Etwa, wenn man wegen einer wichtigen Entscheidung unsicher ist oder wenn sich bestimmte Konflikte festfahren und dann eines zum Anderen kommt.

Die Fachkräfte der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in Brilon helfen mit, Lösungswege zu finden. Natürlich nicht stellvertretend für die Familie, sondern mit ihr. Denn immer werden Kräfte, Kompetenzen und Ressourcen der Ratsuchenden genutzt.

Seit drei Monaten arbeitet das Fachteam der Beratungsstelle in neuer Zusammensetzung, dazu gehören jetzt die beiden Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten Helmut Hohmann und Ulrike Daub, die Familientherapeutin Roswitha Müller und die Diplom-Heilpädagogin Janine Oelert.  Alle vier Fachkräfte bringen fundierte Erfahrungen mit, sowohl in der Eltern- und Familienberatung als auch in der therapeutischen Begleitung von Kindern und Jugendlichen. Selbstverständlich unterliegen alle Mitarbeiter/innen der Schweigepflicht.

Die Beratungsstelle hat ihren Sitz in Brilon, Gartenstraße 33. An sie können sich ratsuchende Eltern, Kinder, Jugendliche sowie deren Bezugspersonen  aus den Städten und Gemeinden Marsberg, Brilon, Olsberg, Medebach, Hallenberg und Winterberg wenden. Die Berater/innen bieten auch Sprechstunden in den Familienzentren in Medebach, Hallenberg und Winterberg an. Träger der Beratungsstelle ist der Caritasverband Meschede e.V.

Für die Ratsuchenden sind die fachlichen Hilfen kostenfrei. Anmeldungen nimmt Frau Jänsch im Sekretariat unter Tel.: 02961/2489 entgegen.

Beratung für Eltern von Säuglingen und Kleinkindern

Dienstag, 20. September 2011

Auf den Anfang kommt es an

Die Beratungsstelle der Caritas in Schmallenberg erweitert ihr Angebot.

Traditionell sind die meisten Kinder, die in Erziehungsberatungsstellen vorgestellt werden zwischen 6 und 12 Jahren alt, dann  folgt die Gruppe der 3-6 jährigen.

Die Situation von Familien mit Säuglingen und Kleinkindern wurde lange Zeit im Angebotsspektrum der Beratungsstellen nicht entsprechend berücksichtigt.

Auf die einschneidenden Veränderungen, die besonders die Geburt des ersten Kindes mit sich bringt, ist ein junges Paar häufig nicht gut eingestellt. Mit der Auflösung der Großfamilie  entfällt die Möglichkeit des langsamen Hineinwachsens in die Elternrolle.

Viele junge Eltern erleben die erste Zeit mit einem Säugling und die Bewältigung früher Entwicklungsunterstützung als  schwierig. Chronische Unruhe, exzessives Schreien, Schlaf-Fütter- und Gedeihstörungen  im Säuglingsalter und andere Belastungen, die unter dem Begriff Regulationsstörungen der frühen Kindheit zusammengefasst wurden, erschweren jungen Eltern häufig den Start in die Familienphase.

In den letzten Jahren sind deshalb mehr und mehr Hilfsangebote speziell für Eltern von Säuglingen und Kleinkindern entwickelt worden. Der starke Zulauf, den die Beratungsstellen von Beginn an hatten, machte deutlich, wie groß der Bedarf an Unterstützung und Hilfe gerade bei jungen Eltern mit kleinen Kindern war und ist.

Es müssen nicht immer schwer wiegende und lang andauernde, schon verfestigte Probleme sein, die Eltern veranlassen, sich Hilfe zu suchen. Wenn frühzeitig  Unterstützung  angenommen wird, reicht oft schon die Hilfestellung einer erfahrenen Fachkraft, um  die notwendige Sicherheit und Gelassenheit im Umgang mit einem kleinen Kind wieder zu gewinnen

Um auch Eltern im Bereich der Stadt Schmallenberg ein entsprechendes Angebot zu machen, bietet die Beratungsstelle jetzt auch  Eltern kleiner Kinder ein spezielles Beratungsangebot an.

Mit Fr. Hanne Voß – Fischer,  einer erfahrenen Hebamme mit einer zusätzlichen Ausbildung in der Beratung von Familien mit Säuglingen und Kleinkindern steht ratsuchenden Eltern  eine kompetente Ansprechpartnerin zur Verfügung.

 Wenn ein Kind z.B.

-         besonders viel schreit

-         sich nur schwer trösten lässt

-         zu wenig schläft

-         schlecht isst oder trinkt

-         ängstlich oder zurückgezogen reagiert

-         ständig klammert

aber auch bei anderen typischen Fragestellungen, mit denen Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern zu tun haben können, finden sie jetzt Hilfestellung und kompetente Unterstützung.

Gemeinsam mit der Beraterin werden Erklärungen für ihre Situation und mögliche Lösungen gefunden. Eltern  erhalten Informationen zur kindlichen Entwicklung. Sie bekommen praktische Hinweise im Umgang mit ihrem Kind. Sie erhalten Unterstützung, wie sie die Beziehung zu ihrem Kind mit mehr Leichtigkeit und Freude gestalten können. Nach Absprache kann die Beraterin auch zu ihnen nach Hause kommen.

Alle Gespräche sind wie andere Angebote der Beratungsstelle auch vertraulich, freiwillig und für die Ratsuchenden kostenfrei, auf Wunsch auch anonym.

Weitere Informationen und Kontaktaufnahme sind möglich unter der Telefonnr. 02972/2288 oder per Email unter eb-schmallenberg@caritas-meschede.de

Elterntraining „Freiheit in Grenzen“ im Familienzentrum Mikado

Dienstag, 13. September 2011

Mit Kindern zusammen zu leben und sie auf ihrem langen Entwicklungsweg zu begleiten und zu unterstützen ist für Eltern eine verantwortungsvolle, erfüllende und in vielen Momenten auch eine beglückende Erfahrung. Allerdings können sich im erzieherischen Alltag für Eltern leicht Situationen ergeben, in denen bei Ihnen Unsicherheiten und Zweifel entstehen, wie sie angemessen auf ihr Kind reagieren können.

Hier möchte das Elterntraining „Freiheit in Grenzen“ Eltern Hilfen anbieten, um bewusster, gelassener und mit mehr innerer Sicherheit schwierige Erziehungssituationen zu bewältigen.

Folgende Themen und Fragen werden u.a. in dem Elterntraining aufgegriffen und bearbeitet:

  • Wie kann ich Grenzen setzen ?
  • Wie kann ich die Eigenständigkeit meines Kindes fördern ?
  • Wie soll ich mit Absprachen umgehen?
  • Wie können Anforderungen an mein Kind seine Entwicklung voran bringen ?
  • Die positive Beziehung zu meinem Kind stärken
  • Wie kann ich Machtkämpfen umgehen ?
  • Wie können Eltern eine gemeinsame Linie in der Erziehung finden ?

 

Das Elterntraining beginnt am Donnerstag, den 29.9.11 um 20.00 Uhr und umfasst  – in wöchentlichen Abständen -  5 Abende jeweils am Donnerstag um 20.00Uhr. Das Training wird durchgeführt von Michael Kramer, Dipl.Psychologe und Leiter der Caritas-Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche Meschede.

Interessierte  Eltern können sich anmelden beim Mikado-Familienzentrum, Hünenburgstr.22a, 59872 Meschede, Tel. 0291/1263.

Es wird ein Beitrag von 5,00 € für die ausgegebenen Materialien zum Elterntraining erhoben. Anmeldungen sind möglich bis zum 23.9.11.